Hintergrund: Quecksilber in der Lichtwerbung
Klassische Leuchtstofflampen, wie sie auch in der Lichtwerbung zum Einsatz kommen, enthalten Quecksilber. Das summiert sich: Allein in der deutschen Werbebranche werden auf diese Weise jährlich rund eine halbe Tonne Quecksilber verbraucht.
Vor diesem Hintergrund stand am Anfang des Projekts eine klare Motivation – eine energieeffiziente, quecksilberfreie Alternative für diese Lampen zu entwickeln.
Das Ziel: quecksilberfreie Flachlampen in frei wählbarer Form
Das Ziel des Vorhabens waren quecksilberfreie Flachlampen, deren Form frei wählbar ist.
Gerade für Werbe- und Display-Anwendungen ist das ein entscheidender Vorteil: Die Lichtfläche kann an die jeweilige Gestaltung angepasst werden, statt an eine feste Lampenform gebunden zu sein.

Die Technik: dielektrisch behinderte Entladung in Xenon
Technische Grundlage ist die dielektrisch behinderte Entladung (DBE) im Edelgas Xenon. Auf dieser Basis entstanden Prototypen mit einer Größe von rund 30 x 20 cm.
Damit sich solche Lampen auch zuverlässig betreiben lassen, wurde zudem ein adaptives Vorschaltgerät entwickelt – ausgelegt für den Betrieb beliebig großer DBE-Lampen bis ca. 100 W.
Die Ergebnisse
Die entwickelten Prototypen erreichten eine Lebensdauer von rund 15.000 Stunden. Bei frühen Prototypen wurde eine Leuchtdichte von etwa 3.000 cd/m² gemessen.
Projektdaten, Konsortium und Quelle
Das Vorhaben wurde von einem Konsortium aus acht Partnern aus Industrie und Forschung getragen – darunter die Berger GmbH & Co. KG aus Kamp-Lintfort, das Lichttechnische Institut in Karlsruhe sowie das Leuchtstoffwerk Heidelberg.
Laufzeit: 01.01.2002 – 31.03.2005
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Quelle: Die Projektdaten und technischen Kennzahlen stammen von der Projektseite des Lichttechnischen Instituts (LTI) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).






