Lampenprototyp mit Blick auf die Xenon-Excimerentladung

Modulares UV-Therapiesystem

Phototherapie: Behandeln mit Licht

Die Phototherapie ist eine Behandlungsmethode, die auf der Bestrahlung mit Licht verschiedener Wellenlängen basiert. Das Wirkprinzip ist also das Licht selbst – und zwar gezielt in der jeweils passenden Wellenlänge.

Neben dem sichtbaren Licht wird dabei bei vielen Anwendungen auf ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) zurückgegriffen. Welche Strahlung zum Einsatz kommt, richtet sich nach der jeweiligen Behandlung.

Die bisherige Lösung – und ihre Nachteile

Als Strahlungsquellen für die UV-Strahlung werden bislang vorwiegend quecksilberhaltige Niederdrucklampen eingesetzt, deren UV-A- und UV-B-Spektren speziell auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmt sind.

So bewährt diese Lampen auch sind – sie bringen eine ganze Reihe von Nachteilen mit sich. Zum einen ist da die Verwendung von Quecksilber. Hinzu kommen die geringe Lebensdauer der Lampen, die Wärmeentwicklung im Betrieb sowie Einschränkungen bei der Gleichmäßigkeit der Strahlungsverteilung.

In der Summe sind das genau die Punkte, an denen eine bessere Lösung ansetzen muss.

Der Ansatz: Xenon-Excimerentladung auf Basis einer dielektrisch behinderten Entladung

Genau hier kommt ein anderer Lampentyp ins Spiel: die Xenon-Excimerentladungslampe auf Basis einer dielektrisch behinderten Entladung (DBE).

Der entscheidende Vorteil: Bei diesem Lampentyp entfallen sämtliche der zuvor genannten Nachteile. Damit stellt die Xenon-Excimerentladungslampe eine ernstzunehmende Alternative zu den heutigen quecksilberhaltigen Lampen dar – und bildet die Grundlage für das im Projekt entwickelte System.

Das Ziel: ein modulares, kachelförmiges Therapiesystem

Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung einer neuartigen Xenon-Excimerentladungslampe mit einem modularen, kachelförmigen Aufbau.

Dieser modulare Ansatz ist der eigentliche Clou: Aus einzelnen Kacheln lassen sich energiesparende Therapiegeräte in beliebiger Größe und Leistung aufbauen.

Darüber hinaus eröffnet der modulare Aufbau eine weitere Möglichkeit: Mit solchen Modulen lassen sich einzelne Körperregionen selektiv und individuell bestrahlen – die Behandlung kann also gezielt auf den jeweiligen Bereich zugeschnitten werden.

Lampenprototyp beschichtet mit einem UV-Leuchtstoff

Projektdaten und Konsortium

Das Forschungsvorhaben wurde gemeinsam mit einem Partner aus der Industrie umgesetzt.

Laufzeit: 01.07.2017 – 30.06.2019

Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Das Konsortium besteht aus:

  • Berger GmbH & Co. KG
  • Herbert Waldmann GmbH & Co. KG

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